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4 Verdichten von Beton in Fertigteilwerken

Rüttler: BRECON

4 Verdichten von Beton in Fertigteilwerken

Was geschieht beim Verdichten von Beton?

Der unverdichtete Frischbeton besteht aus Zement, Zuschlägen verschiedener Korngrößen (Sand, Split, Kies) und Wasser. Durch Mischen wird die notwendige Gleichmäßigkeit der Zusammensetzung gewährleistet. Der aus der Mischanlage des Fertigteilwerkes in die Schalung eingefüllte Beton hat auf Grund der vielen Lufteinschlüsse einen hohen Luftporenraum, was gleichbedeutend ist mit geringer Betonfestigkeit. Deshalb muss die Luft wieder durch Betonrüttler aus dem Beton herausbefördert werden.

 

Abb. 17 Verflüssigung von Beton während des Rüttelns
Abb. 17 Verflüssigung von Beton während des Rüttelns

die Verdichtung durch Betonrüttler bewirkt, dass Kohäsion und Reibung zwischen den Betonbestandteilen stark vermindert werden. Dadurch können sich die einzelnen Körner dichter aneinander legen, und die eingeschlossene Luft wird an die Oberfläche gedrückt und entweicht. Die Grobkörner des Betons dürfen sich dabei nur wenig bewegen, damit keine Entmischung stattfindet. Sie sollen sich nur soviel bewegen, dass sich ihre Körperkanten so zueinander finden, dass die verbleibenden Zwischenräume möglichst klein werden und so hohe Packungsdichten erreicht werden. Die durch die Schwingungen hervorgerufene Verflüssigung des Zementleims begünstigt diesen Vorgang (verminderte Reibung), und der Zementleim füllt die zwischen den Grobkörnern verbleibenden Räume auf. Die Verflüssigung wird ausgelöst durch das Aufreißen der das Zementkorn umgebenden Wasserhülle. Dazu sind hohe Beschleunigung und erhöhte Schwingfrequenzen (100-200Hz) erforderlich.